Radar · 2026-W29 · 17.07.2026
Die Lücke, die die KI sichtbar macht
Wer scheitert, scheitert an Organisation, nicht an der Technik.
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dm baut eigene KI-Agent-Einheit
dm baut eine eigene IT-Einheit für KI-Agenten in der Softwareentwicklung. Zeigt, wohin die Reise geht: KI-Kompetenz wandert vom Tool-Einkauf zur eigenen Entwicklungsabteilung; für den Mittelstand ohne dm-Ressourcen bleibt der Weg über Partner, nicht Inhouse-Teams.
Quelle ↗ - 02 / 10
Copilot deckt bestehende CRM-Probleme auf
Copilot macht sichtbar, was vorher stillschweigend toleriert wurde. Wer jetzt Agenten aufs bestehende CRM loslässt, bekommt zuerst einen Spiegel vorgehalten, keine Automatisierung.
Quelle ↗ - 03 / 10
Roland-Berger-Studie: KI-Transformation scheitert nicht an Technologie
Die Roland-Berger-Studie bestätigt in großem Maßstab, was Copilot bei D365 im Kleinen zeigt: Scheitern liegt an Organisation und Führung, nicht an der Technologie. Für den Mittelstand heißt das: wer jetzt ein KI-Budget plant, sollte zuerst die Prozess- und Führungsfrage klären, dann erst das Tool.
Quelle ↗ - 04 / 10
Eismann setzt auf KI-gestützte Bestandsplanung
800.000 Kunden, seit 2005 mit demselben Anbieter, bereits 25% Bestandsreduktion vor der KI-Aufrüstung: das ist kein Hype-Pilot, sondern eine gewachsene Partnerschaft, die jetzt eine weitere Stufe zieht. Der Return kommt aus Kontinuität, nicht aus dem neuesten Modell.
Quelle ↗ - 05 / 10
Konjunkturumfrage: Stimmung im Einzelhandel fällt auf Corona-Niveau
63% der befragten Händler sehen sich verschlechtert, 79% nennen Konsumzurückhaltung, und trotzdem hält der Verband an der Umsatzprognose fest. Diese Lücke zwischen Stimmung und Prognose ist selbst das Signal: Wer im zweiten Halbjahr plant, sollte eher dem Sentiment als der offiziellen Zahl trauen.
Quelle ↗ - 06 / 10
Aldi Süd stoppt Loyalty-Test
Aldi Süd stoppt den Loyalty-Test kurz vor dem geplanten Rollout; offenbar hat das Investment nicht getragen, was es sollte. Für kleinere Händler eine nützliche Warnung: ein Loyalty-Programm ist kein Selbstläufer, nur weil ein Großer es ausprobiert.
Quelle ↗ - 07 / 10
Schwarz-Gruppe: Dämpfer für Digits
Cloud-Ausfall, Datenleck, Co-Chef-Abgang und jetzt der Verkauf der Cybersecurity-Sparte: an einem Tag. Wer die eigene Tech-Sparte zum strategischen Standbein macht, kauft sich das volle operative Risiko mit ein; für kleinere Häuser ein Argument, kritische Systeme lieber extern zu beziehen als selbst zu bauen.
Quelle ↗ - 08 / 10
Uber kauft Delivery Hero für 13 Mrd. €
Ein Anbieter weniger am Verhandlungstisch für Gastro- und Lebensmittelhändler mit Lieferdienst-Anbindung: potenziell höhere Gebühren, sobald der Wettbewerbsdruck sinkt.
Quelle ↗ - 09 / 10
Basware zu SAP Clean Core vor ECC-Support-Ende 2027
Wer jetzt nicht anfängt zu planen, migriert 2027 unter Zeitdruck statt nach Plan.
Quelle ↗ - 10 / 10
Tesco pilotiert Inventurroboter
Das ROI-Argument (weniger Out-of-Stock, weniger manuelle Kontrollgänge) ist jetzt von mehreren großen Häusern unabhängig bestätigt; die Einstiegshürde für kleinere Filialisten sinkt entsprechend.
Quelle ↗
Drei Fäden, ein Satz
Roland Berger sagt es global, Copilot zeigt es an einem CRM, Eismann beweist es über zwanzig Jahre: wer scheitert, scheitert an Organisation, nicht an der Technik. Das Handelsklima bleibt angespannt, unabhängig davon, wessen Software gerade lief. Und die drei operativen Wetten dieser Woche (eine gestoppt, eine unausweichlich, eine dreifach bestätigt) unterscheiden sich nie im Tool, sondern darin, ob vorher jemand die richtige Frage gestellt hat.