Radar · 2026-W39 · 26.09.2026
Die Aktion ist die Regel, der Beleg die Pflicht
Belegen, streichen oder schweigen.
Faden 01 Der Normalpreis verliert 4 Signale
- 01 / 1234,3 % der Ausgaben laufen über Aktionen
Weniger im Wagen, mehr davon in Aktion
Die RollAMA, das Haushaltspanel von AMA-Marketing und YouGov, misst für die erfassten Warengruppen im ersten Halbjahr 2026 einen Rückgang der Einkaufsmenge um 4,6 Prozent auf 1,031 Millionen Tonnen; die Ausgaben sinken um 3,2 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Die Menge liegt damit wieder auf dem Niveau von 2019. Getragen wird der Rückgang von den Familien: Haushalte mit Kindern kaufen 14,5 Prozent weniger, Haushalte ab vier Personen 14,6 Prozent. Gleichzeitig steigt der Aktionsanteil an den Ausgaben auf 34,3 Prozent (Vorjahr 33,4), bei Fleisch und Wurst auf 42,8 Prozent. Diskonter kommen auf 30,5 Prozent Wertanteil, Eigenmarken auf 66,1 Prozent der Packungsware, und Bio erreicht mit 12,6 Prozent einen Rekord. Das ist kein Bild von Verzicht auf Qualität, sondern von Verzicht auf Menge und auf den Normalpreis. AMA-Geschäftsführerin Christina Mutenthaler-Sipek sagt, Qualität und regionale Herkunft blieben wichtig; die Zahlen geben ihr recht und zeigen zugleich, wo stattdessen gespart wird. Für Lieferanten heißt das: Ein Drittel des Umsatzes läuft über eine Preisstellung, die in der Jahresplanung noch als Ausnahme geführt wird. Wer die Aktion als Zusatzgeschäft rechnet, rechnet mit einer Basis, die es nicht mehr gibt. Nach der Innsbrucker Displaystudie aus W33 ist das die Marktseite desselben Befunds.
Quelle ↗ - 02 / 123.000 Artikel zum Immer-clever-Preis
Wo der Dauerpreis gilt, gilt das Pickerl nicht
Billa führt den Immer-clever-Preis ein: rund 3.000 Artikel, etwa 40 Prozent davon Markenartikel, 30 Prozent aus der Preiseinstiegslinie clever und 30 Prozent weitere Eigenmarken. Die Preise werden wöchentlich mit den führenden Diskontern abgeglichen. Vorstandsvorsitzender Erich Szuchy begründet das mit geändertem Einkaufsverhalten: 77 Prozent verglichen regelmäßig Lebensmittelpreise, viele wünschten sich dauerhaft günstige, planbare Preise statt kurzfristiger Aktionen. In derselben Woche stellt Billa die Rabattpickerl um. Statt Klebern gibt es Abreißmarkerl, die an der Kasse abgegeben werden, und die 25 Prozent werden automatisch vom teuersten rabattfähigen Produkt abgezogen. Die Immer-clever-Artikel sind davon ausgenommen. Damit fallen, wie derStandard festhält, zwei Dinge weg: die mehrfache Einlösung desselben Pickerls, die offenbar nicht unüblich war, und die Wahl, welcher Artikel verbilligt wird. Spar plant nach eigener Auskunft keine Umstellung; wer die Joker in der App einlöst, spart bei den teuersten Produkten, wer händisch klebt, wählt selbst. Das ist die eigentliche Nachricht: Billa teilt das Sortiment in einen Teil, der über den Regalpreis verkauft wird, und einen, der weiter über die Aktion läuft — und schließt aus, dass sich beides auf demselben Artikel stapelt. Ob das trägt, zeigt sich nicht am Umsatz der 3.000 Artikel, sondern daran, ob ihre Menge hält, obwohl sie aus der Aktion herausgenommen sind. Und wöchentlicher Preisabgleich für 3.000 Artikel ist vor allem eines: ein Stammdatenprozess, keine Kampagne.
Quelle ↗ - 03 / 12
Jede vierte Person kauft dort, wo der Rabatt ist
Strategy&, die Strategieberatung von PwC, stützt ihren Grocery Retail Outlook 2026 unter anderem auf eine Befragung von 2.000 Menschen in Österreich und Deutschland, im Dezember 2025 mit Appinio durchgeführt. Laut dem Outlook wählt jede vierte Person den Ort ihres Lebensmitteleinkaufs allein danach, wo es Rabatte gibt; bei Kaffee und Tee schiebt mehr als die Hälfte den Kauf auf, bis ein Angebot kommt. Die Berater lesen daraus, dass der Rabatt der wichtigste Hebel für Kundentreue ist, und schreiben im selben Abschnitt: Aktionen, deren zusätzlicher Absatz nicht gemessen wird, vernichten Wert. derStandard hat die Zahlen diese Woche neben die Billa-Umstellung gelegt. Cordula Cerha von der WU Wien erklärt dort, was mit dem Klebepickerl verloren geht: Die Überlegung, wo sich der Rabatt auszahlt, habe „einen Gamification-Charakter“ und fördere die Preiswahrnehmung; in der App gehe dieses Erfolgserlebnis verloren. Beides zusammen ist das Dilemma der vorigen Karte. Wer aus der Aktion aussteigt, verliert nicht nur einen Preisvorteil, sondern einen Grund zu kommen. Wer drinbleibt, sollte wissen, welche seiner Aktionen Menge bringen und welche nur Marge verschieben.
Quelle ↗ - 04 / 1221,5 Punkte Sparneigung, höchster Wert seit 2008
Die Sparneigung steht so hoch wie 2008
Das Konsumklima fällt für Oktober um 3,8 auf minus 30,6 Punkte. Die Einkommenserwartung bricht um 16,7 Punkte auf minus 15,0 ein, die Sparneigung steigt um 6,0 auf 21,5 Punkte, den höchsten Wert seit der Finanzkrise 2008. Rolf Bürkl vom NIM nennt die Energiepreise als Grund. Das ist deutsche Stimmung, kein österreichisches Panel, aber sie liest sich wie die Vorhersage der RollAMA-Karte: Wer sparen will und sein Einkommen schrumpfen sieht, kauft weniger und wartet auf die Aktion. Für die Jahresplanung 2027 ist das die Basis, nicht das Risikoszenario.
Quelle ↗
Faden 02 Am Stichtag wird gezählt 5 Signale
- 05 / 12
Gelöscht wurde, bevor es galt
Am 27. September gilt die UWG-Novelle zur EmpCo-Richtlinie. Statt sie ein weiteres Mal zu erklären, lohnt eine Zählung, wer vorher schon reagiert hat. Ritter Sport überklebt auf der Vorderseite den Claim „100 % zertifiziert nachhaltiger Kakaobezug“, der mit den nötigen Hinweisen auf die Rückseite wandert; wie viele Packungen betroffen sind, konnte eine Sprecherin laut beck-aktuell nicht sagen. Die Agrarmarketingverbände in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg meldeten in W38, dass Betriebe ihre Regionalzeichen abnehmen. Und Tierwohlprogramme ohne EmpCo-Konformität fallen aus der Haltungsform (nächste Karte). Am 21. September kam die Gegenbewegung: Die Regierungsfraktionen wollen ins UWG schreiben, dass Unterlassungsansprüche nur noch durchgehen, wenn sie unter Berücksichtigung von Kosten und Umweltbelastungen verhältnismäßig sind. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth begrüßt das und sagt zugleich, eine formelle Abverkaufsfrist ersetze es nicht; klagebefugte Verbände müssten in der Übergangszeit bis zum 27. September 2028 genau prüfen, was sie abmahnen. Die Reihenfolge ist die Pointe: Wer früh umgestellt hat, hat bezahlt; wer gewartet hat, bekommt im Streitfall ein Argument. Das spricht nicht gegen die Regel, aber für die Zählung. Die Liste derer, die tatsächlich gelöscht haben, sagt mehr über die Wirkung des Gesetzes als jede Auslegungshilfe — und sie wird ab morgen länger.
Quelle ↗ - 06 / 12
Ohne Nachweis bis Sonntag fällt das Programm aus der Haltungsform
Die Initiative Tierwohl, Trägerin der Haltungsform-Kennzeichnung, verlangt von privaten Tierwohlprogrammen bis zum 27. September den Nachweis, dass sie EmpCo-konform sind. ITW-Geschäftsführer Robert Römer beschreibt gegenüber top agrar, was das heißt: Die Leistungen hinter dem Siegel müssen transparent, nachvollziehbar und nicht irreführend dargestellt sein, und dahinter muss ein Zertifizierungssystem mit Kontrolle durch unabhängige Dritte stehen. Programme, die das nicht rechtzeitig erfüllen, dürfen grundsätzlich nicht mehr zur Kennzeichnung gegenüber Endverbrauchern genutzt werden und fallen damit aus der Haltungsform. Ob Zuschläge wegfallen, entscheidet nach seinen Worten der einzelne Vertrag. Genannt werden Programme wie Fairfarm, Stroh-Schwein oder Fair vom Hof; Branchenkenner erwarten, dass viele den Aufwand in der Frist nicht schaffen. Das ist die unbequeme Seite der Nachweispflicht. Getroffen werden nicht zwingend die schlechtesten Programme, sondern die kleinen, deren Dokumentation nicht mit der Leistung mitgewachsen ist. Für alle Betriebe, die einen Tierwohlzuschlag erhalten, ist heute die Frage fällig, was im eigenen Vertrag steht.
Quelle ↗ - 07 / 1290–100 % Eigenmarken zertifiziert, keine Kette sagt es verbindlich zu
Zu 98 Prozent erfüllt, zu null Prozent zugesagt
Die Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt hat 314 Aquakultur-Produktproben aus dem Regal von acht Ketten ausgewertet, dazu die öffentlichen Einkaufsrichtlinien. Die Zertifizierungsquote der Eigenmarken nach ASC, GGN, Naturland oder EU-Bio liegt zwischen 90 Prozent bei Edeka und 100 Prozent bei Rewe; Aldi Nord und Kaufland kommen auf 98, Lidl und Penny auf 97, Aldi Süd auf 96, Netto auf 93 Prozent. Und kein einziger Händler erfüllt die Anforderungen an eine verbindliche Einkaufsrichtlinie: Formulierungen wie „sofern verfügbar“, Aktions- und Markenware ausgenommen, keine Arten benannt, keine langfristige Zusage. Esther Erhorn, Leiterin Lebensmittel-Fortschritt, sagt, was bei fast allen Produkten funktioniere, sollte verbindlicher Standard werden. Neben den beiden EmpCo-Karten ist das die Gegenprobe von der anderen Seite. Dort wird gelöscht, was sich nicht belegen lässt. Hier wird nicht zugesagt, was sich längst belegen ließe — weil eine Zusage einklagbar ist und eine gelebte Praxis nicht. Die Lücke zwischen Praxis und Versprechen ist kein Versäumnis, sondern eine Entscheidung.
Quelle ↗ - 08 / 1240 Sekundärrechtsakte noch offen
Die Verordnung gilt, fertig ist sie nicht
Seit dem 12. August gilt die EU-Verpackungsverordnung PPWR, auch für Eigenmarken. Matthias Mahr hat für die Lebensmittel Praxis zusammengetragen, wie unfertig sie ist: Rund 40 Sekundärrechtsakte zur Präzisierung sind noch offen. Nachhaltigkeitsberater Matthias Hauser (Spectical) verweist auf rund 70 Fristen bis 2040 und schätzt, dass sich eine Konformitätsbewertung derzeit nur zu rund 75 Prozent durchführen lässt. Wer verantwortlich ist, sagt Christoph Schork von der Kanzlei Heuking: „Wo die Handelsmarke draufsteht, ist in der Regel auch der Händler Erzeuger, auch wenn er nicht selbst herstellt.“ Peter Feller, stellvertretender BVE-Hauptgeschäftsführer, zieht dieselbe Linie: Aufgaben lassen sich vergeben, die Verantwortung im Außenverhältnis nicht. Nur liegen die Daten woanders. Viele Markeninhaber, so Hauser, besäßen die Angaben bis in die Chemie einzelner Schichten nicht selbst, sie lägen beim Lohnhersteller oder Verpackungslieferanten. Ein vorgeschriebenes Formular für die Konformitätserklärung gibt es laut PPWR-Leitfaden der IHK Bodensee-Oberschwaben nicht. Nach der EmpCo-Karte aus W32, die die Frist als Stammdatenproblem im Compliance-Kostüm beschrieben hat, ist das dieselbe Figur mit mehr Feldern pro Artikel. Wer Eigenmarken führt, sollte jetzt zählen, für wie viele Artikel die Verpackungsdaten im eigenen System liegen und für wie viele nur im Postfach eines Lieferanten.
Quelle ↗ - 09 / 12100.000 € Umsatzgrenze für die Kassenpflicht
Die offene Kasse bekommt ein Enddatum
Das Bundeskabinett hat am 23. September den Gesetzentwurf zur Kassenpflicht beschlossen. Ab dem 1. Januar 2028 brauchen Betriebe mit mehr als 100.000 Euro Umsatz eine elektronische Kasse mit zertifizierter technischer Sicherheitseinrichtung, und der Papierbon wird durch einen elektronischen Beleg ersetzt. Ausgenommen sind Betriebe mit weniger als 12.000 Euro Bareinnahmen im Jahr; weitere Ausnahmen, etwa für Direktvermarktung, sollen per Verordnung folgen. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen. Nach dem Eckpunktepapier zur Kartenzahlung aus W37 ist das die zweite Kassenregel aus demselben Ministerium binnen zwei Wochen. Treffen wird sie alle über 100.000 Euro Umsatz, die heute noch mit offener Ladenkasse arbeiten und bei denen Kasse und Warenwirtschaft zwei getrennte Welten sind. Wer 2028 ohnehin umstellen muss, sollte die Kasse nicht als Pflichtgerät kaufen, sondern als Datenquelle.
Quelle ↗
Faden 03 Belastbarkeit wird eingekauft 3 Signale
- 10 / 1220 % mit übergreifendem Resilienzmanagement, laut BVE-Umfrage
97 Prozent vorbereitet, 20 Prozent organisiert
Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie hat mit dem Krisenberatungshaus AFC 330 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter befragt. 81 Prozent spüren steigende Beschaffungskosten, 65 Prozent eine geringere Rohstoffverfügbarkeit, 57 Prozent längere Lieferzeiten; 70 Prozent reagieren mit breiter gestreuten Lieferketten. Auf Produktkrisen sehen sich 97 Prozent vorbereitet, auf Betriebskrisen 81, auf Reputationskrisen nur noch 50 Prozent. Ein übergreifendes Resilienzmanagement haben 20 Prozent. Lena Meinders von AFC beschreibt den Anspruch: kritische Prozesse kennen, Szenarien durchspielen, klare Strukturen für Vorbeugung, Reaktion und Wiederanlauf. Die Spanne zwischen 97 und 20 hat dieselbe Form wie die zwischen 98 und 5 in der Talkdesk-Karte aus W38: Einzelmaßnahmen sind überall vorhanden, das System dahinter fehlt. Vorbereitet sein ist ein Gefühl pro Abteilung. Resilienz ist eine Eigenschaft des Ganzen.
Quelle ↗ - 11 / 123 Dortmunder Märkte im Belieferungspilot
Der zweite Großhändler als Versicherung
Der Superbiomarkt, rund 20 Filialen vor allem in Nordrhein-Westfalen, lässt sich ab den letzten Monaten des Jahres in drei Dortmunder Märkten bei ausgewählten Warengruppen von Naturkost West aus Duisburg beliefern. Vorstand Luca Radau will das Unternehmen damit krisenfester und flexibler machen; ob der Pilot über Dortmund hinausgeht, ist offen. Es ist der dritte Schritt desselben Vorstands in vier Radar-Ausgaben: Wolt als Lieferkanal in W36, die umgebaute Aldi-Fläche in Münster in W38, jetzt eine zweite Bezugsquelle. Neben der BVE-Karte ist das die Mittelstandsfassung von Resilienz: kein Managementsystem, sondern eine zweite Lieferadresse, getestet, bevor man sie braucht.
Quelle ↗ - 12 / 124,99 € im Monat bei Jahreszahlung, für flexible Lieferfenster
Das Milchmann-Prinzip gilt nur noch für alle, die nicht extra zahlen
Picnic rollt Picnic Family über die Testgebiete Dortmund, Bielefeld und München hinaus aus; zwei Drittel der Kundinnen und Kunden haben laut Picnic schon Zugang. Der Beitrag: 4,99 Euro im Monat bei Jahreszahlung, 6,99 Euro bei monatlicher. Dafür gibt es bis zu zwölf meist einstündige Lieferfenster am Tag statt zwei bis drei zweistündiger, dazu zehn Prozent Rabatt auf Obst, Gemüse und Marktplatzware. Peer Schader hält im Supermarktblog fest, was damit kippt: Picnic plante bisher feste, algorithmisch optimierte Routen und bündelte alle Bestellungen einer Straße, die Kundschaft richtete sich nach dem Lieferwagen. Mit Family gilt das Milchmann-Prinzip nur noch für die, die nicht extra zahlen wollen. Picnic hält dagegen, die stärkere Bindung von Familien erhöhe die Dichte auf den Routen und verbessere die Vorhersehbarkeit der Nachfrage. Beides kann stimmen, und genau darin liegt die übertragbare Frage. Flexibilität wird hier nicht verschenkt, sondern bepreist, und die Gegenleistung ist Planbarkeit. Wer Lieferfenster, Mindestmengen oder Bestellschlusszeiten anbietet, sollte wissen, welche der beiden Größen ihm mehr wert ist.
Quelle ↗
Drei Fäden, ein Satz
Diese Woche stehen zwei Preise unter Druck, und nur einer davon steht auf dem Etikett. In Österreich laufen 34,3 Prozent der Ausgaben für die von der RollAMA erfassten Warengruppen über Aktionen, die Menge sinkt auf das Niveau von 2019, und Billa versucht, 3.000 Artikel aus dem Aktionskreislauf zurück in einen verlässlichen Regalpreis zu holen. Der zweite Preis ist der des Nachweises. Ab dem 27. September kostet eine Umweltaussage, die sich nicht belegen lässt, und die ersten Rechnungen sind schon bezahlt: überklebte Tafeln, abgenommene Regionalzeichen, Tierwohlprogramme, denen der Fall aus der Haltungsform droht. Die Aquakultur-Karte zeigt die Kehrseite — dort ist die Praxis besser als die Zusage, weil die Zusage einklagbar wäre. Stratosphäre 03 hat beschrieben, auf welche Arten ein Nachweis versagt; diese Woche liefert die ersten Fälle zum Nachzählen. Belegen, streichen oder schweigen — dazwischen wird es teuer. Der dritte Faden kauft Belastbarkeit dort, wo sie bezahlbar ist: eine zweite Lieferadresse, ein bepreistes Lieferfenster.